Das historisch erste synthetische GHRP und Ausgangspunkt für alle nachfolgenden Entwicklungen der Klasse. Intensiver Hungerreiz als charakteristisches Nebenmerkmal. Dient heute vor allem als Referenzsubstanz in der GH-Forschung.
GHRP-6 war das erste synthetisch hergestellte Peptid, das als endogener Ghrelin-Vorläufer-Mimetikum den GHSR-1a-Rezeptor aktiviert – seine Entdeckung führte letztlich zur Identifizierung von Ghrelin selbst als körpereigenem Liganden dieses Rezeptors. Neben der GH-Ausschüttung aktiviert GHRP-6 stark Hunger-regulierende Schaltkreise im Hypothalamus (NPY/AgRP-Neuronen), was den charakteristischen massiven Appetitanstieg erklärt. In kardialen Forschungsmodellen zeigt GHRP-6 eigenständige kardioprotektive Effekte durch Aktivierung des PI3K-Akt-Überlebensweges in Kardiomyozyten – unabhängig von GH. Die Aktivierung von Cortisol- und Prolaktinachsen ist stärker ausgeprägt als bei GHRP-2, was die wissenschaftliche Interesse an seinen GH-unabhängigen Effekten erhöht.
Einordnung der Evidenzlage: Gut (ältestes GHRP, viele Daten). Diese Informationen dienen ausschließlich Forschungszwecken. GHRP-6 ist nicht als Arzneimittel zum menschlichen Gebrauch zugelassen.
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Wissenschaftliche Literatur: GHRP-6 auf PubMed