Das älteste und am besten klinisch dokumentierte GHRH-Analogon – in den USA bis 2008 als Geref® für diagnostische Zwecke zugelassen. Milder als CJC-1295, umfangreiche Sicherheitsdaten aus klinischen Studien.
Sermorelin umfasst die ersten 29 Aminosäuren des endogenen GHRH und bindet mit hoher Affinität an den GHRH-Rezeptor der Adenohypophyse. Die Bindung aktiviert Adenylatzyklase über Gs-Protein → cAMP-Erhöhung → Proteinkinase-A-Aktivierung → GH-Synthese und -Sekretion. Da Sermorelin auf die hypothalamisch-hypophysäre Rückkopplungsschleife angewiesen ist, ist eine Überstimulation pharmakologisch begrenzt – endogenes Somatostatin fungiert als natürlicher Inhibitor. Langzeitstudien zeigten nach sechsmonatiger Sermorelin-Gabe signifikante IGF-1-Anstiege, verbesserte Körperzusammensetzung (Fett ↓, Muskelmasse ↑) und verbesserte Schlafqualität. Als ehemals klinisch zugelassenes Präparat besitzt Sermorelin die umfangreichste Humansicherheitsdatenlage aller GHRH-Analoga.
Einordnung der Evidenzlage: Sehr gut (ehem. FDA-zugelassen). Diese Informationen dienen ausschließlich Forschungszwecken. Sermorelin ist nicht als Arzneimittel zum menschlichen Gebrauch zugelassen.
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Wissenschaftliche Literatur: Sermorelin auf PubMed